1. GEWA

Vollfolierung mit Flip-Flop-Folie

Farbe, wechsle dich!

Buntes Auto gewünscht, aber die Farbwahl fällt schwer? Fingerhut Werbetechnik zeigt: Mit einer Flip-Flop-Folie gibt es zwei Farben auf einmal.

Etwas Außergewöhnliches, das auffällt, aber nicht zu übertrieben ist: Das wünschte sich eine Privatkundin von Fingerhut Werbetechnik für ihren Neuwagen. Farbig mit Akzenten sollte der Renault Twingo werden, allerdings nicht matt. Nach längerem Überlegen und mehreren begutachteten Farben von Avery, 3M und Hexis entschied sie sich für eine Flip-Flop-Folie von Hexis. Die Farbe stand sofort fest: die HX30VVSB in Scarab Green/Violet. Das Ergebnis: Das vollfolierte Fahrzeug ist je nach Blickwinkel beziehungsweise Lichteinfall mal grün und mal lila. Auf Vorschlag von Fingerhut Werbetechnik kam noch eine zweite Folie zum Einsatz, die in den Augen des Betriebs sehr gut dazu passte: Das Dach, die Spiegel, Chromleisten vorn, Seitenleisten und Logos sind mit der Avery SWF Pearl Black in glänzendem Schwarz verklebt. Die mit einer tiefschwarzen Folie von Scott getönten Scheiben runden die Folierung ab.

Tim Hauptfleisch von Fingerhut Werbetechnik folierte den Twingo alleine in zwei Tagen. Als Vorbereitung baute er die Antenne ab und entfernte Blinker und Seitenleisten, bevor er das Auto, das direkt aus dem Werk kam, reinigte. Als erster Schritt stand das Folieren des Dachs an. Danach klebte der Wrapper alle Kunststoffteile, Scheinwerfer, Rückleuchten und Kleinteile ab, bevor er das Auto Stück für Stück folierte. Schwierigkeiten hatte er nach eigener Aussage bei diesem Modell keine. Nur das Vorgehen beim Trennen der Farben am Heckspoiler – der Übergang vom Dach zu den Seiten – musste überlegt werden. Die Frage war, ob der Spoiler zusammen mit dem Dach komplett schwarz oder passend an der oberen Kante getrennt werden sollte, damit die drei Seiten, die optisch schon zum unteren Teil des Fahrzeugs gehören, auch in Grün/Lila sind. Die zweite Variante gefiel dem Betrieb besser. „Somit musste man einen schmalen Hexis-Streifen um die Kante des Spoilers ziehen und oben passend schneiden, sodass der Übergang zum eigentlichen Dach richtig passt“, sagt Tim Hauptfleisch. Die Scheiben tönte er nach dem Zusammenbau des Fahrzeugs.

Insgesamt benötigte er für den Twingo zwei Meter der schwarzen und zehn Meter der Flip-Flop-Folie. „Die Folie lässt sich normal verkleben, wie die anderen Hexis-Folien auch. Es gibt keine Laufrichtung, die man beachten muss“, zieht der Wrapper Bilanz. Man müsse sich beim Verkleben nur an das Datenblatt der Serie halten. Allerdings dürfe man die Folie, ähnlich wie Chromfolien, nicht zu stark dehnen, weil sie sonst bricht und der Effekt verloren geht. „Bei den Stoßstangen muss man sie schön im großen Teil warm machen und gleichmäßig rumziehen“, sagt er. Zudem könne man bei dieser Folie sofort sehen, wenn beim Verkleben nicht ordentlich gearbeitet wurde. Da das Auto keine tiefen Sicken hat, war das Dehnen aber kein Pro­blem. Seit November 2015 bringt der Twingo einen bunten Schimmer auf die Straßen.

Lorena Grüner gruener@wnp.de

Quelle: WERBETECHNIK, Ausgabe 02/2016 | Artikel als PDF