1. GEWA

Motorradhelm-Folierung

Perfektes Styling: Die Kampagne eines Haarshampoo-Herstellers zeigt, wie Wrap-Techniken ein gelungener Teil des Marketingmixes werden können.

Wer beim Wrappen nur an Autos, Flugzeuge und Lkws denkt, lässt interessante Verklebeobjekte außer Acht. Dass auch andere Gegenstände das Können von Folienspezialisten erfordern können, bewies ein Shampoo-Hersteller. Kern dessen Werbekampagne: das Verkleben von zehn Motorradhelmen mit dem Motiv echter Haare. Die Hinterseite trägt den Schriftzug „Priorin. Macht Haare stark.“ Die technische Umsetzung lag in den Händen von Aqasio Folienverklebung aus Friedberg.

Zu sehen waren die Helme auf den Köpfen von Frauen, die im Auftrag des CCS-Kurierdienstes in Frankfurt als Arzneikuriere auf Rollern unterwegs waren und die ausschließlich in Apotheken verkauften Produkte zu Kundinnen nach Hause brachten. Dass man sich gegen flache Plakatwände entschieden hat, lag an der Vorgabe, einen modernen Kommunikationsweg auszuwählen, der auffällt und im Gedächtnis bleibt. Dass es die Helme wurden, lag an der Tatsache, dass sie als Symbol für Stärke und Schutz gelten. Und nicht zu vergessen, dass man mit den Helmen eine bewegliche Werbefläche geschaffen hat, die an vielen verschiedenen Orten die Aufmerksamkeit auf sich zog. Jede der zehn Kurierfahrerinnen hatte mit der Zielgruppe durchschnittlich 1.000 Kontakte täglich. Gestaltet hat das Haardesign die Agentur J. Walter Thompson GmbH (JWT) aus Frankfurt.

Verklebt hat Aqasio die Helme mit der Hexis-Folie HX100WG2, die auf einem Epson GS6000 bedruckt wurde. Als Laminat setzte das Unternehmen die Sorte PC30G2 ein. „Pro Helm haben wir einen bis anderthalb Quadratmeter der Folie verwendet. Da wir in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit den Hexis-Produkten gemacht haben, war für uns die Wahl der Folie klar“, erläutert Geschäftsführerin Martina Lorenz. „Um die Motivgröße und die notwendige Zugabe zu ermitteln, haben wir mit der Agentur Stoff um die Helme gewickelt. Von der Agentur bekamen wir auch die fertigen Daten und mussten nur noch drucken, laminieren – und eben verkleben.“ Eine Stunde dauerte das Verkleben eines Helmes, wobei jeweils zwei Personen Hand anlegen mussten. Getempert wurde mit einer Temperatur zwischen 95 und 100 Grad Celsius; zum Einsatz kam eine blaue Avery-Rakel.

Die Kampagne hat gezeigt, dass bedruckte Folien auf besonderen Objekten nicht nur des Spaßes wegen ihren Einsatz finden: Der Großteil der Kurierfahrerinnen gab an, dass er auf den Helm positiv angesprochen wurde, was zwar kein Beweis, aber ein gutes Indiz dafür ist, dass unsere Branche ein wichtiger Baustein in Sachen Markenstärkung sein kann. Perfektes Wrapping halt.

Frauke Bollmann

www.aqasio.de
Quelle: WRAPS, Ausgabe 01/2011 | Artikel als PDF