1. GEWA

Folierung und Flottenbeschriftung

Nord-Dekor macht Einfach mobil

Das Team von Michael Dassler beschriftete bei Kälte und wenig Platz die Fahrzeugflotte eines Carsharing-Unternehmens.

Ende vergangenen Jahres beschriftete Nord-Dekor aus Tinnum auf Sylt 18 Fahrzeuge der Firma Einfach mobil Carsharing mit Sitz in Marburg. Aber nicht auf der Insel, wo Nord-Dekor laut Inhaber und Geschäftsführer Michael Dassler nur etwa zwei bis drei Flotten pro Jahr beschriftet, sondern in Bonn und Marburg. In einem ersten Schritt waren es zehn Seat Mii in Bonn, anschließend acht Renault Clio Grand Tour in Marburg. Vom Kunden hatte Nord-Dekor eine klare Vorgabe hinsichtlich der Corporate Identity: Die Fahrzeuge sollten in Orange, Petrol und Schwarz beschriftet werden. Zum Einsatz kamen die Folien 3M 1080, Mactac 9849 und 3M 50. Insgesamt verarbeiteten die Monteure circa 110 Quadratmeter Folie.

Erschwerte Arbeitsbedingungen

Eine Herausforderung stellte in Bonn der sehr enge Raum dar: Die beiden angereisten Monteure arbeiteten in einer privaten, vom Kunden zur Verfügung gestellten Doppelgarage. Hier mussten sie sich mit wenig Licht und wenig Platz sowie Schmutz und niedrigen Temperaturen arrangieren. Aufgrund des Platzmangels applizierten sie in einigen Fällen auch draußen; vor den Garagen und auf der Zufahrt. Bei niedrigen Außentemperaturen und bei Anbruch der Dämmerung war dort nach Aussage Michael Dasslers das Arbeiten ebenfalls schwierig. Hinzu kam die Stellsituation auf der kleinen Zufahrt zu der Garage; immer wieder mussten die Fahrzeuge rangiert werden. Denn aufgrund der fehlenden Zulassung einiger Autos, konnten man sie nicht im öffentlichen Verkehrsraum beziehungsweise auf der Straße abstellen.

Gegen den Verzug

Anspruchsvoll waren auch die 3D-Folierungen im Bereich der Radhäuser mit den bereits geplotteten Folienteilen. Zum Vermeiden von Überlappungskanten bei den Farbwechseln durften die Monteure die Folie nicht verziehen. Das war aufgrund des engen Platzes und dem damit verbundenen Positionswechsel mit Umgreifen allerdings schwierig. Auch die Mactac-Folie ließ sich laut Michael Dassler nicht gut repositionieren, ohne sich zu verziehen. Trotz Wärmebehandlung und Rückformen blieben deutliche Formänderungen zurück. Hinzu kamen Schwierigkeiten bei der Temperaturpunktfindung; denn aufgrund der schlechten Lichtverhältnisse musste eines der beiden Garagentore während des Applizierens geöffnet bleiben. Beim Repositionieren wurden daher die Folien zum Teil beschädigt. Trotz der widrigen Bedingungen waren die Monteure nicht auf das gesamte Reservematerial angewiesen. Die Konturen schnitten die beiden zum Teil leicht nach. Mit dem Endergebnis ist Michael Dassler letztendlich sehr zufrieden.

Die Beschriftung der Flotte in Marburg erwies sich dagegen als unkompliziert. Nach den vorherigen Erfahrungen hatten sie dort mehr Glück, wie er sagt. Die Fahrzeuge standen in der Präsentationshalle des Autohauses sauber, warm und trocken. Hier hatten die beiden Monteure auch ausreichend Platz und gute Lichtverhältnisse zum Arbeiten.

Als weitere Herausforderung des Projekts gibt er das Planen und Koordinieren der Jobs in einem kurzen Zeitfenster an: Hotelsuche, Folienorder und Plotterstellung. Inklusive Einrichten und Abbauen der Arbeitsbereiche arbeiteten zwei Monteure im Oktober und November vier Tage in Bonn und dreieinhalb Tage in Marburg.

Lorena Grüner, gruenerwnpde

www.nord-dekor.de

Quelle: WERBETECHNIK, Ausgabe 01/2015 | Artikel als PDF